Drybox – die trockene Lagerung und Halterung fürs Filament

Für meine Drybox sollte die trockene Lagerung ebenso wichtig sein, wie ein schneller Filamentwechsel und die Möglichkeit, direkt aus der Box heraus drucken zu können – ohne sie zu öffnen. Und so wurde aus einer 22l großen IKEA-Box namens Samla eine Abspul- und Lagerungsmöglichkeit für 3-4 Filamentrollen.

Material

  • IKEA Samla 22l mit Deckel und 4 Verschlussclips (2,99€ + 1€ +1€)
  • Silikon zur Abdichtung (ich hatte noch Hochtemperatursilikon vom meiner Heizbettisolierung übrig) – oder ein alter Fahrradschlauch
  • 8mm Gewindestange (31cm lang) (ein paar Euro im Baumarkt)
  • 3-4 Bowden-Anschlüsse (0,50-1,5/Stück)
  • bei sehr feuchtigkeitsempfindlichen/hygroskopischen Filamenten: Silica Gel, mit Indikator und regenerierbar  (12-14€/kg)
  • zehn/zwölf M3x12 Schrauben + Muttern
  • etwas PTFE-Schlauch
  • ein handelsüblicher Küchenschwamm (um das Filament vorsitshalber abzuwischen, wenn Silica Gel benutzt wird).
  • ggfs. ein paar M8 Muttern und Unterlegscheiben
  • folgende gedruckten Teile: Halterung der Gewindestange, Bowden-Connector, Endkappen für die gerade nicht genutzten Filamente, ggfs. ein Halter, damit die Filamentrolle nicht direkt auf der Gewindestange aufliegt (ich teste gerade diese Variante ← bei einem von zwei Tests mit PLA brach ein Arm, deshalb habe ich jetzt diesen Halter in Gebrauch)
Drybox von oben mit Silica Gel, Schwämmen und Endkappen für die unbenutzten Filamente.

Befestigung der Gewindestange. Vom Untergrund gemessen sind es 15,5 cm bis zu den Bohrlöchern für die Halterungen, die etwa mittig angebracht werden. Beim Bohren (3mm Bohrer, es empfiehlt sich ein Dremel o.ä.) sollte man sehr vorsichtig vorgehen, damit das Plastik nicht springt. Zwischen Wand und Halterung bzw. rund um und in die Bohrlöcher kann man noch Silikon schmieren, damit die Box auch an dieser Stelle luftdicht wird. Dann wird mit M3 geschraubt. Diese Höhe braucht die 31cm der Gewindestange und lässt den Rollen unten (Silica Gel) und oben (falls die Rollen nicht direkt auf der Gewindestange aufliegen) genug Platz.

Die Filamentauslässe. Die schrägen Bowden-Anschlüsse passen am besten zu meinen Bedürfnissen, da meine Drybox auf dem Stuva-Case meines Anet A6 steht und das Filament so nach unten geführt werden muss. Ich habe drei davon (es passen drei 1kg-Rollen von Janbex, Nunus, Anycubic,… nebeneinander + die 0,5kg-Rolle von Anet, die ich im Moment nicht benutze nebeneinander). Ich habe die Bohrlöcher auf 18cm Höhe gemacht. Hierbei solltet ihr meinen Fehler nicht nachmachen, einen Auslass auf den Knick in der Box zu machen, sonst müsst ihr wie ich die Halterungen abstützen. Zum Befestigen der Anschlüsse werden wieder M3-Schrauben und Muttern verwendet und es gilt das gleiche fürs Bohren und fürs Silikon wie bei der Halterung der Gewindestange. Achtet allerdings darauf, dass ihr mit dem Silikon außen an den Auslässen bleibt und nicht den Filamentweg verstopft. Nun können die Bowden-Anschlüsse eingeschraubt werden und mit einem kurzen Stück PTFE-Schlauch versehen werden.

Was für eine Schweinerei! Eigentlich hatte ich gehofft, dass das Silikon durchsichtig oder wenigstens weiß ist…

Deckel. Eine dünne Schicht Silikon in den Rand des Deckels (etwas mehr an den schmalen Seiten, vorm Aufsetzen gut trocknen lassen, der Deckel soll ja abnehmbar bleiben) und die vier Clips mit den nötigen Druck gewährleisten die Luftdichte an dieser Stelle. Nach dem Auftragen habe ich mit einem ein Form geschnittenen Reststück PLA versucht, das Silikon einheitlich hoch zu streichen.

Endmontage. Zum Schluss kommen die Filamentrollen auf die Gewindestange (je nach Rollenform kann es sinnvoll sein, diese mit M8-Muttern und Unterlegscheiben zu fixieren, damit sie nicht verkanten) und diese in die Box. Die Filamentenden werden nun durch die Auslässe und die PTFE-Schläuche so weit herausgeführt, dann man sie greifen kann. Dann wird der PTFE-Schlauch mit einem Stopfen versehen (ohne das Filament zurückzuschieben) und der Deckel geschlossen. Wenn ihr einen Schwamm verwendet, macht die Schwammstücke nicht zu klein, sonst werden sie mit eingezogen und verstopfen den PTFE-Schlauch (die Größe des Schwamms beim blauen Filament auf dem Foto war zu klein…)

Jetzt kann bei Bedarf der jeweilige Stopfen entfernt werden, das Filament weiter herausgezogen werden und dann zum Extruder gebracht werden. In meinem Fall soll der Weg zum Extruder in Zukunft über einen Bowden-Connector führen, so dass ich einfach nur das Filament dort einführen muss und dann den Schlauch von der Box direkt mit dem Bowden-Connector des Extruders verbinden kann.

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